Wie alles begann

Im September 2018 kam unser erster eigener Hund aus Malta: Lino! ❤️ Lino war ein Welpe, der mit seinen fünf Geschwistern in einer zugeklappten Box am Straßenrand in Malta ausgesetzt wurde. Leider brachte Lino ein schwaches Immunsystem mit sich, dennoch durften wir 10 Monate, zwei Urlaube und jede Menge Abenteuer zusammen genießen, bevor er mit seinen 15 Monaten bereits von uns ging – vermutlich durch ein Virus, das sich auf die Lunge legte, wogegen nur ein starkes Immunsystem helfen konnte, was er nicht hatte.

Natürlich brach eine Welt für uns zusammen, doch wir waren uns immer bewusst, dass Hunde aus dem Tierschutz Krankheiten haben können. Lediglich, dass Lino so früh von uns gehen musste, darauf waren wir nicht eingestellt. Es wird aber nie den perfekten Moment geben, sich von einem Tier zu verabschieden. 

Heute ist Anton, ein Pointermix aus Malta, in unserem Leben. Er half uns durch die Trauerphase ungemein und bereichert unser Leben jeden Tag aufs Neue. Wir sind sehr, sehr froh und dankbar, dass dieser Sonnenschein seinen Weg zu uns gefunden hat! ?

Nach Linos Tod und der Adoption von Anton begannen mein Partner und ich uns beim Hunderettung e.V. in Berlin zu engagieren. Ich selbst habe sechs Jahre in gemeinnützigen Organisationen im Finanzbereich gearbeitet, sodass ich mit den bürokratischen Gepflogenheiten gut zurecht komme. Beim Hunderettung e.V. halfen wir hauptsächlich beim Fundraising und beim Optimieren von Prozessen und der Website.

Da mir besonders der nachhaltige Tierschutz, also die Hilfe vor Ort am Herzen liegt, wollte ich mehr. Mehr helfen, mehr leisten, mehr ermöglichen. Dabei habe ich mich auch von Svenja, eine der Gründerinnen des Hunderettung Europa e.V., inspirieren lassen. Sie sagt, wenn ihr helfen wollt, dann engagiert euch in eurem lokalen Verein oder traut euch und gründet einfach selbst.

So versuchte ich also “einfach mal” einen Verein mitten in der Covid-19 Pandemie zu gründen. Die schwierigste Hürde war, den Sachkundenachweis gemäß §11 TierSchG zu erlangen, damit Tiere nach Deutschland vermittelt werden dürfen.

Davon ließen wir sieben Gründungsmitglieder:innen uns nicht aufhalten! Wir gründeten den Lino e.V. zunächst ohne Vermittlungsmöglichkeiten, konnten aber direkt mit Öffentlichkeitsarbeit und dem Fundraising beginnen, um ein ehrenamtliches Team aufzubauen und damit bereits endlich Hunden helfen.