Nachhaltiger Tierschutz

Tierschutz bedeutet auch Vertrauensarbeit, daher wollten wir nicht mit irgendwem zusammenarbeiten, sondern suchten uns ein Tierheim bzw. eine Auffangstation, deren Betreiber unsere Werte vom nachhaltigen Tierschutz teilen. Dies bedeutet, dass wir nicht einfach nur Tiere vermitteln, und die nächsten armen Seelen rücken nach, sodass der Teufelskreis immerzu weiter geht. Nein, vielmehr wollen wir vor Ort Hilfe ermöglichen, damit das Leid der Tiere irgendwann ein Ende hat.

In Europa, besonders in Rumänien und Ungarn ist das Hundeleben ein absurdes Geschäftsmodell geworden.

Nirgendwo sonst in Europa findet ihr so viele Straßenhunde wie dort. Fast wie Tauben liegen sie an jeder Ecke, sodass die Menschen vor Ort die Tiere mit einer gewissen Gleichgültigkeit behandeln, ganz zu schweigen von den Konflikten, wenn Hunde vor Hunger Menschen angreifen. Es gibt Förderprogramme der EU, die diesen Ländern helfen sollen, das Problem mit den Straßenhunden in den Griff zu bekommen. Die Förderprogramme beinhalten aber keine Auflagen, wie sie das umsetzen sollen bzw. gibt es kaum Kontrollen.

So kommt es, dass Fördergelder in die Länder, deren Bruttoinlandsprodukt im europäischen Vergleich im unteren Viertel liegen (Deutschland bei 3.436 Mrd. EUR, Rumänien bei ca. 222 Mrd. EUR, Ungarn bei 144 Mrd. EUR – Stand 2019) transferiert werden. In diesen Ländern werden dann günstige und “nachhaltige” Lösungen gefunden, wie etwa Tötungsstationen, damit die Fördergelder schön weiter fließen, und wofür auch immer zweckentfremdet werden können…

Die Hunde werden wie Ware behandelt, sodass gar kein echtes Interesse bestehen kann, die Hunde von der Straße zu holen.

Daher bleibt die einzige Lösung, die Tierschützer vor Ort umsetzen können, Aufklärungsarbeit zu leisten und Kastrationsaktionen zu ermöglichen. Häufig sind es Hunde, die sich ungewollt vermehren, die bereits in einem zu Hause leben – das geht schließlich ruckzuck und innerhalb von 2 Monaten Schwangerschaft sind die Welpen schon auf der Welt. Die Welpen werden verkauft oder auf Grund der Unterhaltungskosten dann doch eher ausgesetzt und sich selbst überlassen (und das ist noch der humane Weg). Viele Tierschutzorganisationen setzen also darauf, den Menschen vor Ort zu erklären, das Kastrieren bzw. Sterilisieren ihrer Hunde eine gute Idee ist, um das Hundeleid schrittweise und nachhaltig zu verringern. Absurderweise betreffen die Sorgen dieser Menschen nicht, dass der Hund einer eventuell unnötigen Operation unterzogen würde, was wir total verstehen würden. Nein, viel mehr ist es der Aberglaube, dass die Hunde nicht mehr “ganz” wären, weil ihnen etwas genommen wurde.

Also muss Aufklärungsarbeit geleistet, da wo die Politik versagt, und Kastrationen bzw. Sterilisationen angeboten und natürlich finanziert werden.

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